Roter Thunfisch eine Spezialität

Fisch

Roter Thunfisch ist begehrt und teuer -

Roter Thun­fisch, auch bekannt als Blau­flos­sen-Thun­fisch, ist eine wah­re Deli­ka­tes­se und gilt als eine der begehr­tes­ten Fisch­ar­ten welt­weit. Sein zar­tes Fleisch und sein inten­si­ver Geschmack machen ihn zu einer Spe­zia­li­tät, die in vie­len Gour­met­kü­chen auf der gan­zen Welt geschätzt wird.

Auch vor den Küs­ten der Kana­ren gibt es die­se Fisch­art. Die Gewäs­ser um die Kana­ri­schen Inseln sind bekannt für ihre rei­che Viel­falt an Mee­res­le­be­we­sen, dar­un­ter auch die rote Sor­te. Sie sind ein belieb­tes Ziel für Sport­fi­scher und Ang­ler, die auf der Suche nach die­sem begehr­ten Fisch sind. Hier wird er Rojo Atun genannt.

Roter Atun

Der Fisch zeich­net sich durch sei­ne auf­fäl­li­ge rote Far­be aus, die von sei­nem hohen Gehalt an Myo­glo­bin her­rührt. Die­ses Pro­te­in ist für den Sau­er­stoff­trans­port im Mus­kel­ge­we­be ver­ant­wort­lich und ver­leiht dem Fisch sein cha­rak­te­ris­ti­sches Aus­se­hen. Die meis­ten roten Thun­fi­sche wer­den im Nord­at­lan­tik gefan­gen, ins­be­son­de­re vor der Küs­te Spa­ni­ens, aber auch in Japan.

Die Zube­rei­tungs­mög­lich­kei­ten für den Fisch sind viel­fäl­tig. Ob gegrillt, gebra­ten oder roh als Sas­hi­mi oder Sushi ser­viert – das Fleisch des roten Thun­fischs ist äußerst viel­sei­tig und passt zu vie­len ver­schie­de­nen Aro­men. Sein kräf­ti­ger Geschmack har­mo­niert beson­ders gut mit Soja­sauce, Ing­wer und Wasabi.

Gesund, schmackhaft, aber im Bestand gefährdet

Auf­grund sei­ner Beliebt­heit und des stei­gen­den Bedarfs ist der rote Thun­fisch jedoch stark über­fischt und vom Aus­ster­ben bedroht. Die Bestän­de sind in den letz­ten Jahr­zehn­ten dra­ma­tisch zurück­ge­gan­gen, was zu stren­gen Fang­quo­ten und Schutz­maß­nah­men geführt hat. Um den Fort­be­stand die­ser wert­vol­len Spe­zi­es zu gewähr­leis­ten, ist es wich­tig, nach­hal­ti­ge Fische­rei­prak­ti­ken zu unter­stüt­zen und auf den Kon­sum die­ser Art zu achten.

Ich beob­ach­te an gewis­sen Tagen bzw. Näch­ten vor der Ost­küs­te von La Pal­ma, gan­ze Flot­ten von Fische­rei­schif­fen die sich auf die Jagd nach Thun­fi­schen machen. Sie dazu auch mei­nen Bei­trag: Erbit­ter­te Thun­fisch Jagd vor La Palma

Eini­ge Restau­rants und Sushi-Bars haben bereits reagiert und bie­ten alter­na­ti­ve Fisch­ar­ten an, die den roten Thun­fisch erset­zen kön­nen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se der Gelb­flos­sen-Thun­fisch oder der Skip­jack-Thun­fisch. Die­se Alter­na­ti­ven sind nicht nur nach­hal­ti­ger, son­dern bie­ten auch ähn­li­che Geschmacks­er­leb­nis­se wie der rote Thun­fisch. Auch ein gut zube­rei­te­ter Cala­mar kann als Ersatz dienen.

Roter Thun­fisch ist zwei­fel­los eine Spe­zia­li­tät, die man pro­bie­ren soll­te. Sein ein­zig­ar­ti­ger Geschmack und sei­ne zar­te Tex­tur machen ihn zu einem wah­ren Genuss für Fein­schme­cker. Den­noch soll­ten wir uns bewusst sein, dass der Kon­sum von rotem Thun­fisch mit Ver­ant­wor­tung ein­her­geht und wir uns für nach­hal­ti­ge Fische­rei­prak­ti­ken ein­set­zen soll­ten, um die­se wert­vol­le Spe­zi­es zu schützen.

Über Manfred Betzwieser 68 Artikel
Begeisterter Hobbykoch und Gourmet. Seit 25 Jahren auf La Palma (Kanarische Inseln) zu Hause und oft am Herd.

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