Papas arrugadas: Die runzeligen Kartoffeln der Kanaren

Kartoffeln

Was sind eigentlich Papas arrugadas mit Salzkruste -

Papas arrugadas sind eine tra­di­tio­nel­le kana­ri­sche Spe­zia­li­tät, die aus klei­nen, unge­schäl­ten Kar­tof­feln besteht. Der Name „arrugadas“ bedeu­tet auf Spa­nisch „fal­tig“ und bezieht sich auf die cha­rak­te­ris­ti­sche Fal­ten­bil­dung der Kar­tof­feln wäh­rend des Kochens.

Der Ver­zehr der Papas arrugadas reicht weit zurück und hat ihren Ursprung in der kana­ri­schen Land­wirt­schaft. Auf­grund des vul­ka­ni­schen Bodens sind die kana­ri­schen Kar­tof­feln beson­ders schmack­haft und haben eine fes­te Kon­sis­tenz. Das Kochen der Kar­tof­feln mit Scha­le hilft dabei, den Geschmack zu bewah­ren und die Tex­tur zu erhal­ten. Sie gehö­ren auf den Kana­ren zu den Grund­nah­rungs­mit­teln.

Rezept und Zubereitung

Die Zube­rei­tung von Papas arrugadas ist rela­tiv ein­fach. Man nimmt für Papas arrugadas, die klei­nen Urkar­tof­fel-Sor­ten „Papas negras“ oder „Papas boni­tas“. Außer­halb der Kana­ren kön­nen aber auch klei­ne hei­mi­sche meh­lig­ko­chen­de Kar­tof­feln ver­wen­det werden.

  • Zunächst wer­den die Kar­tof­feln gründ­lich gewa­schen. Die Scha­le bleibt dran und in einen Topf gege­ben und bis zur Hälf­te mit Was­ser bedeckt. Es emp­fiehlt sich einen grö­ße­ren älte­ren Koch­topf zu benutzen.

Kartoffeln

  • Nun wird über die Kar­tof­feln gro­bes Meer­salz gestreut. Für ein Kilo Kar­tof­feln wer­den fünf oder auch mehr Ess­löf­fel Salz benötigt.
  • Jetzt wer­den die Papas gekocht, bis das Salz­was­ser mit der Zeit durch den Koch­vor­gang völ­lig ver­dampft ist. Ist kein Was­ser mehr im Topf, wer­den die Kar­tof­feln auf nied­ri­ger Flam­me etwa 15 bis 20 Minu­ten getrock­net, bis sie schließ­lich kom­plett run­ze­lig sind.
  • Damit nichts anbrennt, soll­te der Topf stets im Blick behal­ten wer­den. Durch mehr­ma­li­ges Auf­schüt­teln des Topf­in­halts brennt auch nichts an.
  • Der gan­ze Koch- und Gar­vor­gang dau­ert ca. 50 bis 60 Minuten.

Papas arrugadas wer­den oft als Bei­la­ge zu ver­schie­de­nen Gerich­ten oder solo ser­viert. Dazu gehört bin­dend eine der Mojo-Sau­cen.

Kartoffeln

Mojo ist eine typisch kana­ri­sche Sau­ce, die aus Knob­lauch, Oli­ven­öl, Essig und Gewür­zen her­ge­stellt wird. Es gibt ver­schie­de­ne Vari­an­ten von Mojo-Sau­cen, dar­un­ter rote und grü­ne Mojo. Die Kom­bi­na­ti­on aus den wür­zi­gen Sau­cen und den sal­zi­gen Kar­tof­feln ergibt einen köst­li­chen Geschmack.

Also nichts wie ran an den Koch­topf und genie­ße die­se köst­li­che Spezialität!

Über Manfred Betzwieser 70 Artikel
Begeisterter Hobbykoch und Gourmet. Seit 25 Jahren auf La Palma (Kanarische Inseln) zu Hause und oft am Herd.

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